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Eisblockwette vor dem EU-Parlament in Brüssel 2011   


Unter dem Kürzel „EWG“ zog es in den Sechziger und Achtziger Jahren Millionen von Zuschauer vor den Fernseher. Quizsendungen waren damals „in“ – und sind es auch heute noch. Mit dem Unterschied, dass es inzwischen Kinderthemen („Frag doch mal die Maus“) oder Millionengewinne („Wer wird Millionär“) sind. Wir aber fragen nach dem Befinden des Eisblocks, der in ein kleines Holzhaus mit Wärmedämmung im Passivhaus-Standard eingesetzt ist. Genauer gesagt: Am 13. Juli 2011 präsentierte der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Europäischen Vereinigung des Holzbaus (EVH) die Eisblockwette.

Nicht an irgendeiner Stelle, sondern an jener der „EWG“ – heute sagt man „EU“. Direkt in Brüssel vor dem Parlamentsgebäude, das unter anderen die Büros von 736 EU-Parlamentariern beherbergt; eines davon den EU-Kommissar für Energie Günther Oettinger. Er ließ es sich nicht nehmen und gab höchstpersönlich den Auftakt zur Eisblockwette. Zum Hintergrund: Forst – Holz – Energie sind tragende Themen bei der Energiestrategie der kommenden Jahre. Waldbesitzer und Zimmerer sind sich darin einig, dass nur nachhaltig bewirtschaftete und gepflegte Wälder den Klimawandel meistern und sich an geänderte Umweltbedingungen anpassen können. Nicht zu vergessen ist der Klimaschutz: 1 m³ Holz bindet eine Tonne des klimaschädlichen Treibhausgases CO2.

Wird das anfallende Holz weitestgehend stofflich genutzt (z.B. als Bauholz, Holzwerkstoff oder Wärmedämmung), dann wird das CO2 langfristig gebunden. Der Wald wirkt so als wertvolle CO2-Senke. Apropos Wert: Die Wertschöpfung der stofflichen Nutzung ist Untersuchungen zufolge 15 mal höher als die der energetischen Nutzung; der Beschäftigungseffekt ist sogar 100 mal höher. Da also der Rohstoff Holz aus Gründen des Klimaschutzes und Waldumbaus sowie der Wertschöpfung und Beschäftigung benötigt wird, würde ein Nutzungsverzicht in unseren Regionen zu einer weiteren weltweiten Waldzerstörung in anderen Regionen führen. Und noch ein Pluspunkt: Wald kennt keinen Abfall, denn die Restsortimente können CO2-neutral der energetischen Verwendung zugeführt werden.

Weil aber der Hunger – speziell der der Wirtschaft – nach erneuerbaren Energien im Zuge des Atom-Ausstiegs und der Energiewende sehr groß werden wird, sind wir alle, die ein Interesse an einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft haben, gefordert, auf die negativen Folgen einer einseitigen Sichtweise, nämlich die der Holzenergie, hinzuweisen. Mit dem Sinnbild der Eisblockwette, die für ein mehr an gelebter Energieeffizienz steht, und vielen weiteren Aktionen. Insofern begrüßen wir die von Staatsminister Helmut Brunner und Clustersprecher Prof. Gerd Wegener jüngst gestartete Initiative „pro Holz Bayern“, mit der wir Belange der Forst- und Holzwirtschaft wieder verstärkt akzentuieren wollen. Weil Holz keine Grenzen kennt, appellieren wir an unsere Kollegen in den anderen Bundesländern, dem Beispiel zu folgen und sich auf Landes-, Bundes- und Europaebene finanziell und personell zu engagieren.

Titel Kurzbeschreibung  
Youtube-Video Radiospot zur Eisblockwette in Brüssel 2011 - Peter Aicher im Interview Link
PE110705-Eisblockwette-Auftakt Eisblockwette mit ernstem Hintergrund – Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe präsentiert in Brüssel den größten Holzkühlschrank der Welt. *.doc
Youtube-Video Auftaktveranstaltung zur Eisblockwette in Brüssel 2011 Link
Youtube-Video Interview zur Eisblockwette in Brüssel mit EU-Kommissar Günther Oettinger Link
PE110907-Eisblockwette-Abschluss Ende der Eiszeit in Brüssel - Das Geheimnis der Eisblockwette der der Bayerischen Zimmerer vor dem EU-Parlament in Brüssel ist gelüftet. *.doc



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